Zwischen der vielen Arbeit sind wir nun endlich wieder einmal dazu gekommen, einen neuen Blogeintrag zu schreiben.
Ein paar Neuigkeiten zu erzählen gibt es ja doch immer.
An einem der letzten Wochenenden waren wir zum Beispiel samstags in Perth und haben uns das Red Bull Air Race angeschaut. Dieses fand über dem Swan River statt, so dass wir uns mit Hunderten anderer Schaulustiger auf den Rasenflächen der Ufer einfanden. Es war ein wunderschön sonniger Tag und wir picknickten und genossen die Sonne. Sehr erholsam.
Am Sonntag haben wir dann Patricks Eltern mal wieder besucht und sind wie immer herzlich empfangen und bewirtet worden. Und wir sind bei Patricks Eltern zu Weihnachten eingeladen. Allerdings wurde uns erklärt, dass hier die Woche zwischen Weihnachten und Silvester hauptsächlich aus drei Dingen besteht… Bier trinken, BBQ und Hitze. In dieser Reihenfolge. Am Weihnachtstag sollen hier wohl normalerweise 40°C sein. Diese Art von Weihnachten kommt mir zwar sehr merkwürdig vor, aber so besteht wahrscheinlich weniger Gefahr, dass wir zu Weihnachten richtig gemeines Heimweh bekommen.
Am Sonntag darauf haben wir dann auch mal unsere alten Chefs Alana und Greville besucht. Die haben jetzt ein hübsches Häuschen in Perth. Alana arbeitet mittlerweile in einem Altersheim in der Verwaltung und Greville fährt jetzt beruflich Trucks. Wir haben zusammen gebruncht, haben einen Ausflug zu einem kleinen Markt und durch die Hügel von Perth gemacht und haben dann abends mit größerer Familie noch ein BBQ veranstaltet.
Dann folgte am Dienstag der Woche der Melbourne-Cup. Laut Zeitung „The race that stops Australia“. Ich hatte gar keine Vorstellung davon, was das eigentlich ist. Ich dachte, es ginge um Segeln, bis mir Patricks Mutter erklärte, es handele sich um ein Pferderennen. Und tatsächlich interessieren sich an diesem Tag so gut wie alle Australier für dieses Ereignis. Wir haben sogar um 4 Uhr morgens mit der Ernte angefangen, damit Trevor und Patrick früher Feierabend machen können und das Rennen um 13 Uhr nicht verpassen. Patricks Familie hatte per Aus-dem-Hut-zieh-System jedem Familienmitglied und Freund der Familie zwei Pferde zugeteilt und jeder gab dafür $5 in den Wettetopf. Wessen Pferd gewinnt, der gewinnt den Topf. Meine Pferde hießen „Veneer“ und „Viewed“, Sebastian erhielt „Price Lady“ und „Bauer“. Um 13 Uhr legten wir also die Arbeit nieder und sammelten uns in Trevors Haus, um das Rennen zu verfolgen. Weder Sebastian noch ich hatten eine Ahnung davon, welche Farbe oder Nummer unsere Pferde hatten, so dass wir nicht richtig mitfieberten. Das Rennen endete mit einem Fotofinish und dann erfasste mich doch die Aufregung, denn ich konnte auf der Decke eines der beiden Pferde den Namen „Viewed“ lesen. Patrick , Trevor und Mandy hatten beim Wettbüro gewettet und schmissen schon enttäuscht ihre Scheine weg, weil ihre Pferde definitiv nicht gewonnen hatten. Und dann wurde verkündet, dass „Viewed“ der Sieger des Melbourne-Cups sei!!! Ich, Ausländerin und keine Ahnung von Pferderennen hatte den Topf gewonnen. Und was die Aussies dann richtig geärgert hat war: Das zweite Pferd im Foto-Finish war tatsächlich „Bauer“ – Sebastians Pferd. Wir hätten also auf jeden Fall Glück gehabt. Hihi.
Ach ja, dann gibt es noch von zwei Naturphänomenen zu berichten.
Nummer eins war ein 360°-Regenbogen! Eines Tages war es tatsächlich so feuchtwarm, dass sich rund um die Sonne ein kompletter Regenbogenring gebildet hatte. Über zwei Stunden konnte man den beobachten. Spektakulär!
Nummer zwei war die Sichtung meiner ersten lebendigen Giftschlange. Letzten Sonntag habe ich zum Zusatzverdienst ein bisschen Rasen gemäht, als ich in ungefähr 2 Meter Abstand von meinem Rasenmäher (so einer, wo man draufsitzt) eine ca. 1,30m lange braune Schlange im Gras liegen sah. Da lief mir schon ein ordentlicher Schauer über den Rücken. Irgendwie war sie ziemlich träge und bewegte sich nicht weg. Also bin ich mit dem Rasenmäher näher an sie heran gefahren um sie auf eine der Flächen zu scheuchen, die ich nicht mähen musste. Dorthin hat sie sich dann auch mal bequemt. Allerdings hob sie dort angekommen ihren kleinen Kopf, musterte mich angriffslustig eine ganze Weile und züngelte in meine Richtung. Tapfer habe ich meine Aufgabe wieder aufgenommen und die Schlange hat davon gelangweilt nach einiger Zeit das Weite gesucht. Bei der Schlange handelte es sich um eine Dugite-Braunschlange. Laut Wikipedia gilt die Braunschlange nach dem Inlandtaipan als zweitgiftigste Landschlange der Welt. Jaja… beschauliche Sonntage in Australien…
Die Australier um mich herum konnten übrigens überhaupt nicht verstehen, warum ich die Schlange nicht mit dem Rasenmäher überfahren habe. Wie ekelig!
Donnerstag, 20. November 2008
Pferderennen und Kunstflug
Eingestellt von
Johanna
um
17:14
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3 Kommentare:
Jeden Tag nachgeschaut, ob es einen neuen Bericht gibt - heute nun große Freude - Danke!
Es grüßen Irmchen und Dieter.
wow, ne Braunschlange? Nicht schlecht.. die sind ja berühmt berühtigt, weil die in Guam fast alle endemischen Vogelarten ausgerottet haben, als sie (wie die Kanickel nach Australien) fälschlich dorthin transportiert wurden... und die haben sogar Kleinkinder und Babys angefallen... sind also super gefährlich.. in Australien werden von dieser Schlange viele tödlich verlaufende Bisse verzeichnet.. Also ganz großes Lob, kleine tapfere Joki.. haste gut gemeistert... :)
Drückung aus Berlin
Wo hast Du das denn gelsen, Claidi?? Bei Wiki?? na also an Deiner Stelle hätte ich mir schon Gedanken gemacht, obs jetzt ne Gürtel oder doch ein paar Pumps werden( aus der Schlange) :-)
Passt auf Euch auf!!!!
Der Micha
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