So, jetzt haben wir die erste Fast-Woche auf der Farm hinter uns gebracht. Fast-Woche deshalb, weil der Freitag hier Nationalfeiertag (ANZAC Day… hat irgendwas mit dem ersten Weltkrieg zu tun) ist. Sebastian ist mit einem der anderen Backpacker hier in die nächste Siedlung gefahren um Pizza zu holen also hab ich ein bisschen Muße von unseren Erfahrungen zu berichten.
Sonntag kamen wir hier an und haben Maggie in den Trailerpark integriert, in dem die Backpacker-Arbeiter hier wohnen. Leider war für uns keiner der großen Wohnmobile frei, so dass wir weiter in Maggie wohnen müssen. Aber das wird sich wohl bald ändern.
Die Farm wird geleitet von einem netten neuseeländischen Paar, Greville und Alana, die in einem Haus auf der Farm wohnen. Der Arbeitstag beginnt hier für die Männer um 6 Uhr und für die Frauen (mich und eine holländische Backpackerin namens Pien) um 7 Uhr morgens. Feierabend ist um 16:30 Uhr. Ganz schön langer Tag…
Die Männer müssen morgens ernten. Das heißt, der Rasen wird mit einer großen Maschine in Streifen vom Boden abgeschnitten und in Rollenform gebracht. Diese Rollen werden dann von den starken Jungs auf Paletten gestapelt. Das ist wohl der härteste Teil der Arbeit. Je nach Erntelage dauert das bis ungefähr 10 Uhr morgens. Dann gibt’s erstmal Kaffee und danach werden die Maschinen werden sauber gemacht und gepflegt. Anschließend muss die geerntete Fläche vom Ausschuss gesäubert und so bearbeitet werden, dass dort wieder Gras wachsen kann. Ansonsten viel Traktor fahren, den Boden nach dem Mähen mit einer großen Maschine absaugen, Paletten reparieren und was halt so anfällt.
Die Mädels haben hauptsächlich die Aufgabe Rasen zu mähen und „weed-walks“ zu machen. „Weed-walks“ heißt, dass man über eine bestimmte Fläche von Rasen läuft und kleine Fähnchen in den Boden steckt, wo entweder Unkraut oder die falsche Grassorte wächst. Am nächsten Tag läuft man das Areal dann wieder ab und behandelt die Stellen mit den Fähnchen mit Chemikalien. Ansonsten habe ich diese Woche Regenrinnen lackiert, Rasenmäher gereinigt und geschmiert, ein bisschen beim Papierkram geholfen, Unkrautvernichter gemischt und solche Sachen. Der beste Job hier ist für mich Rasenmähen. Da sitzt man schön auf seinem Mäher, kurvt herum und kann Musik mit seinem iPod hören. Und anstrengend für den Körper ist es nicht. Ich hab solchen Muskelkater heute wie lange nicht mehr.
Nach Feierabend gehen alle nach und nach duschen, kochen sich was zu essen und dann sitzt man noch ein Stündchen in der Runde, bevor man so gegen halb acht in seine Behausung kriecht, um um acht schlafen zu gehen. Jaja… um acht gehen wir schlafen. Erstens wird es hier um halb sieben stockdunkel und kalt und zweitens ist man nach so einem 10-Stunden-Farmarbeitstag auch körperlich ziemlich k.o. Selbst wenn man schon ne Weile dabei ist, wie einige der Leute unter den Backpackern.
Jedenfalls macht die Arbeit Spaß, wir fühlen uns wohl und wir verdienen genug Geld um dann wieder weiter reisen zu können. Das ist toll.
Samstag, 26. April 2008
Trecker fahrn!!!
Eingestellt von
Johanna
um
15:55
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2 Kommentare:
ach ist das toll!!! Ich will och Träckaaaaa fahhhhn, wa? :)
als Farmarbeiter macht ihr wirklich eine gute Figur;
vor allem Hafti mit dem stilechten Hut.Weiter so.....
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