Donnerstag, 30. Oktober 2008

Zurück in der Rasenindustrie

Nachdem wir nun schon über zwei Wochen zurück im Rasenbusiness sind, wollen wir doch mal einen Bericht in die Heimat schicken.
Wir sind also am Montag, den 13.10. zur Farm gefahren, nachdem wir uns in unserm angestammten Shoppingcenter 70 km vor der Farm mit Lebensmitteln eingedeckt hatten. Es war schon ein merkwürdiges Gefühl, die altbekannte Strecke wieder zu fahren.

Wir kamen kurz nach der Mittagspause an und wurden von den alten Kollegen herzlich begrüßt. Vor allem von Patrick und Kaylie natürlich. Und da es ein Tag war, an dem die morgendlich Ernte länger gedauert hatte als sie sollte, haben wir gleich angefangen, mitzuarbeiten. Unseren neuen Chef Trevor haben wir natürlich auch gleich kennen gelernt. Er ist so ziemlich das Gegenteil unserer früheren Chefs. Er ist ein richtiger Aussie mit dreifach gepiercten Ohren, immer einen polternden Fluch auf den Lippen, ein entspannter Typ mit unstillbarem Bierdurst. Somit gibt es mittlerweile auch nicht nur freitags ein (oder mehr) von der Firma gesponsertes Feierabendbier, sondern jeden Tag der Woche und das manchmal auch vor Feierabend. Manchmal hat man mehr damit zu tun, Trevor davon zu überzeugen, dass man gerade kein Bier will als man mit Arbeiten zu tun hat.

Momentan gibt es hier viel Arbeit, wir ernten jeden Tag den ganzen Truck voll, manchmal mehr, und haben alle Hände voll zu tun. So sind auch die ersten zwei Wochen sehr schnell vergangen.

Die erste Woche haben wir hier in einem Caravan gewohnt – immerhin schon besser als im Zelt – aber seit dieser Woche leben wir im ungewohnten Luxus. In unserer Abwesenheit wurde hier ein Donga aufgestellt, das hat ein Wohnzimmer mit Küchenzeile, ein Schlafzimmer und ein eigenes Bad! Und darin wohnen wir jetzt.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu berichten, außer dass das Wetter hier Kapriolen schlägt. Als wir ankamen hatten wir mehrere Tage, an denen es bis zu 38°C heiß und sonnig war. Dann kam ein Tag Regen. Es folgten mehrere Tage, an denen der Himmel von einer dunkelgrauen Wolkendecke bedeckt war, heftige Windböen bliesen und man trotzdem vor schwüler Hitze das Gefühl hatte in einer Waschküche zu stehen. Und in den letzten Tagen war es ziemlich kalt, es regnete hin und wieder und wir haben morgens ganz schön gefroren. Australien ist also auf jeden Fall nicht immer sonnig.

An den nächsten Wochenenden wollen wir dann mal wieder Patricks Familie, Alana und Greville und unseren ehemaligen Chef Todd besuchen. Da haben wir dann wahrscheinlich wieder etwas zu erzählen.

So, nun werden wir wieder früh ins Bett gehen, auch morgen wartet wieder in der Frühe die Rasenernte auf uns.

4 Kommentare:

claudschn hat gesagt…

back to the roots... :)

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank für den neuen Bericht. Wir sind in Gedanken bei Euch und freuen uns über jede neue Nachricht mit angehängten Fotos. Welch ein Luxus jetzt für Euch - wie relativ doch alles im Leben ist! Frohes Schaffen und herzliche Grüße von
Irmchen und Dieter.

claudschn hat gesagt…

Das sieht ja so aus, also da zwei Gäste Matrazen aufm Schrank liegen... :) mein Flieger geht morgen!!!! naja.. schön wärs!

Viel Spass beim Rasenernten!
Kussi

Anonym hat gesagt…

also mal ehrlich.

wieviel tage von eurem gesamten Urlaub habt Ihr mit Arbeiten und wieviel mit Urlaub zugebracht?

Das ist doch kein Urlaub was Ihr da macht, nee nee grins :-)

Lg vom Micha